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Auf dieser Seite werden Sie weitergehende Informationen zum Schulgelände und -gebäude und der Entstehungsgeschichte des Teilstandortes Rothemühle erhalten. 

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Geschichte

Im Jahr 1954/ 55 entstand der Neubau für die evangelische Volksschule

Am 29.03.1954 kam dann endlich die Genehmigung zum Bau einer eigenen evangelischen Konfessionsschule in Rothemühle. Im August 1954 konnte der Grundstein gelegt werden. Im Beisein von Mitgliedern des Gemeinderates Römershagen vollzog Lehrer Weist in einem feierlichen Akt die Grundsteinlegung. Eine in den Grundstein gelegte Urkunde hält die Entstehungsgeschichte der Evangelischen Volksschule Rothemühle für die Nachwelt fest.

Im September 1954 wurde der Richtbaum auf den Neubau gesetzt. Mit dem Lied "Lobet den Herrn" eröffnete der Schülerchor der evangelischen Schulgemeinde die Feierstunde vor dem Gebäude. Im Gasthof Solbach wurde dann nach heimischer Art das Richtfest mit einem fröhlichen Umtrunk gefeiert.

Am 21. Dezember 1955 war es dann soweit: Die neue Schule wurde eingeweiht. Nach dem Festgottesdienst im Werkraum der Schule versammelten sich die Festteilnehmer vor dem Gebäude. Hier überreichte Baurat Bierbach vom Staatlichen Hochbauamt in Siegen die Schlüssel des Hauses an Amtsbürgermeister Brüser.

Zwei Schuljahre unterrichtete Lehrer Weist nun die Kinder in Rothemühle alleine. Aber die Schülerzahl stieg so rasch an, dass er schon im Jahre 1958 Hilfe von einer Lehrerin bekam. Aus der einklassigen wurde eine zweiklassige Schule. Aus dem als Werkraum konzipierten Kellerraum musste ein Klassenraum hergerichtet werden.

1964/65 Erweiterungsbau für die Evangelische Volksschule Rothemühle

Die stets wachsende Zahl an Schulkindern machte schließlich im Jahre 1964 einen Erweiterungsbau notwendig. Leider verstarb Lehrer Weist im April 1965 an den Folgen eines Unfalls kurz vor dem geplanten Richtfest. Das neue Schulhaus mit zwei Klassenräumen und einer Gymnastikhalle konnte 1966 bezogen werden. Schulleiter war jetzt Herr Karl-Wilhelm Vaupel.

Die Tage der Evangelischen Volksschule Rothemühle waren jedoch gezählt. Vorübergehend plante man für Rothemühle eine Mittelpunktschule. Doch das Jahr 1968 brachte mit der landesweiten Neuordnung des Schulwesens mit einer Untergliederung in Grund- und Hauptschulen das "AUS" für die Beschulung der Klassen 5 bis 8 in Rothemühle.


1968-2005 Katholische Grundschule Rothemühle

Am 01.08.1968 wurde die Katholische Grundschule Rothemühle aus der Taufe gehoben. Die Amtsvertretung Wenden hatte den Beschluss gefasst, in den Räumen der ehemaligen Evangelischen Volksschule eine Katholische Grundschule einzurichten. Das Schulgebiet dieser neuen Schule umfasste die Ortschaften Römershagen, Dörnscheid, Döingen, Heid, Trömbach, Rothenborn, Bebbingen, Vahlberg, Brün und Rothemühle.

Schwierigkeiten gab es bei der Einrichtung aufgrund des Charakters der Schule. Starke Kräfte wollten sie als Gemeinschaftsschule eingerichtet lassen. Doch bei der Abstimmung ergab sich folgendes Bild:
93 Stimmen für eine katholische Bekenntnisschule
37 Stimmen für ein Gemeinschaftsschule
21 Stimmen ohne Meinung
Für einen geordneten Schulbetrieb waren 152 Schulkinder notwendig, ortsansässig waren aber nur 151 Kinder. Hinzu kamen 6 Gastschulkinder aus dem Land Rheinland-Pfalz, den Ortschaften Wildenburg - Bahnhof und Höfchen. Die Grundschule wurde daraufhin als katholische Bekenntnisschule eingerichtet. Bevor in der neuen Schule mit der Arbeit begonnen werden konnte, musste für das Inventar gesorgt werden. Das Gebäude der bis dahin evangelischen Schule besaß eine Ausrüstung für 80 Schülerinnen und Schüler in den beiden Klassenräumen des neueren Gebäudeteils. Der dritte Raum im alten Teil der Schule wurde zu diesem Zeitpunkt nicht als Klassenraum genutzt. Er wurde sozusagen reaktiviert. Und in dem darunter liegenden Werkraum wurde in eine Mauerwand ein Fensterband eingesetzt. So konnte dieser Raum als viertes Klassenzimmer dienen.

Das Inventar für diese weiteren Räume suchte der als Schulleiter für die neue Schule bestimmte Rektor Helmut Maßing unter Mithilfe einiger Gemeindearbeiter in den Schulen Brün, Römershagen und Heid zusammen, die im Rahmen der Neuordnung teilweise geschlossen worden waren. 168 Kinder konnten dadurch Platz finden. Der Unterricht begann am 08. August 1968.

Rektor Maßing unterrichtete bis 1980 in Rothemühle. Sein Nachfolger, Herr Wenniges, trat 1981 seinen Dienst an. Er verstarb 1990. Von 1991 bis 2003 leitete Frau Freund die Schule in Rothemühle. Im Jahre 2003 verließ sie Rothemühle, um als Schulrätin im Oberbergischen Kreis tätig zu werden. Im Schuljahr 2003/2004 übernahm Herr Cordes (Schulleiter in Gerlingen) kommisarisch die Leitung der Schule. Seit August 2004 ist Frau Britta Halbe Schulleiterin in Rothemühle.

In den Jahren nach der Gründung der Katholischen Grundschule Rothemühle zeigte sich immer wieder und vor allen Dingen dann, wenn starke Schülerjahrgänge die Schule besuchten, dass die Räumlichkeiten für einen geordneten Unterrichtsbetrieb nicht ausreichten. Ganz eng wurde es, wenn man in einem Jahr zwei Klassen einschulen musste. Diese wurden dann in Wechselschicht beschult oder einmal sogar -1995/96 - in der angrenzenden evangelischen Kirche. Der evangelische Religionsunterricht musste generell im Umkleideraum vor der kleinen Gymnastikhalle erteilt werden.

So wurde immer wieder der Wunsch nach einem Erweiterungsbau laut. Schließlich beantragte im Jahr 1993 - 25 Jahre nach der Gründung der Schule - die Gemeinde Wenden Zuschüsse für einen Anbau beim Land. Im Herbst 1994 konnte dann mit den Baumaßnahmen begonnen werden und 1996 konnte ein Neubau, der maßgeschneidert zwischen die beiden bestehenden Gebäude eingepasst wurde, mit 4 Klassen und einem Forum in Betrieb genommen werden. Aus einem der alten Klassenräume wurde nun ein Lehrerzimmer, aus einem anderen ein Raum für die Lehrmittelsammlung. Dieser Raum ist im Schuljahr 2004/05 zum Betreuungsraum umgestaltet worden.

1998 folgte dann die Fertigstellung einer Turnhalle auf dem angrenzenden Grundstück hinter der Schule, welches die Gemeinde von der katholischen Kirche eigens zu diesem Zweck erworben hat. 1999 wurde das Gelände rund um die Turnhalle naturgerecht gestaltet.

Heute verfügt die Grundschule Rothemühle über großzügig ausgestattete Räumlichkeiten, eine große, helle Turnhalle und einen ansprechend und kindgerecht gestalteten Schulhof mit Bereichen für Fußballspielen, Klettern und Rutschen, Basketballspielen, Tischtennis und eine Ruhezone. Im Januar 2005 wurde mit Unterstützung der Gemeinde Wenden und dem Elternverein der Grundschule eine Küche im Forum installiert, die als Ergänzung zum Schulgarten und für vielfältige Unterrichtsprojekte eine Bereicherung für das Schulleben darstellt. Die Grundlage für eine Gestaltung der Schule als Lebens,- Lern- und Erfahrungsraum ist gegeben.

2005-2013 Biggetal-Grundschule 

Im Schuljahr 2004/05 entstand der Wunsch, der Schule einen neuen Namen zu geben. Schüler, Eltern, Lehrer und die Schulöffentlichkeit waren gebeten, Vorschläge für einen neuen Schulnamen abzugeben. In der Sitzung der Schulkonferenz vom 26.05.2005 fiel schließlich die Entscheidung, die Schule in "Biggetal-Grundschule" umzubenennen. Ausschlaggebend für die Schulkonferenz war die Einmaligkeit des Namens, der Bezug zur Umgebung (Oberes Biggetal, Biggequelle im Einzugsgebiet) und auch die Verbindung zum Pfarrverbund Biggetal.

In der Gemeinderatssitzung vom 15.06.2005 wurde dann der Beschluss gefasst, die Katholische Grundschule Rothemühle in Biggetal-Grundschule Kath. Grundschule Rothemühle umzubenennen.

Im Rahmen des Schulfestes am 01.07.2005 gab Herr Bürgermeister Peter Brüser den neuen Schulnamen offiziell bekannt. Der Erlös des Schulfestes diente der Anschaffung eines Spielgerätehauses und einiger Spielgeräte für die aktive Pausengestaltung (bewegte Schule).

Seit Beginn des Schuljahres 2006/2007 ist die Biggetal-Grundschule die erste Ganztagsgrundschule in der Gemeinde Wenden.

Mit Beginn des Schuljahres 2007/2008 gehört die Biggetal-Grundschule zu den "Offenen Ganztagsgrundschulen" in der Gemeinde Wenden.

2009 Gütesiegel "Individuelle Förderung"
Biggetal-Grundschule ist erste Grundschule im Kreis Olpe

Gütesiegel

Bei der Übergabe des Gütesiegels (v. l.) Christian Salomon von der Bezirksregierung
Arnsberg), Nikki Uelhof (Lehrerin) und Britta Halbe (Rektorin) als Vertreter der Biggetal-Grundschule sowie Staatssekretär Günter Winands.

Das Ministerium verlieh am Montag, dem 25.05.2009, der Biggetal-Grundschule Rothemühle das Gütesiegel. 

Günter Winands, Staatssekretär im Schulministerium, zeichnete im Odysseum in Köln 34 weitere Schulen aus Nordrhein-Westfalen mit dem "Gütesiegel Individuelle Förderung" aus (11 Grundschulen, 4 Berufskollegs, 4 Gesamtschulen, 6 Gymnasien, 1 Förderschule und 8 Realschulen). Damit erhöht sich die Zahl der Gütesiegelschulen landesweit auf insgesamt 271 Schulen.
Günter Winands: "Die individuelle Förderung steht im Zentrum der schulischen Arbeit. Wir müssen jedes Kind unterstützen, damit es seine eigenen Begabungen und Stärken entfalten kann. Wir müssen jedes Kind mitnehmen. Keines darf zurückbleiben. Das Gütesiegel Individuelle Förderung zeigt: Viele Schulen in Nordrhein-Westfalen gelingt eine herausragende individuelle Förderung. Die Schulen in Nordrhein-Westfalen sind auf einem guten Weg. Die Gütesiegelschulen sind Vorbilder. Andere Schulen können von ihnen lernen, wie individuelle Förderung gelingt."
Die individuelle Förderung ist seit 2006 fest im Schulgesetz verankert. Jede Schülerin und jeder Schüler hat das Recht auf individuelle Förderung. Die Schulen haben den Unterricht so zu gestalten und die Schülerinnen und Schüler so zu fördern, dass die Versetzung der Regelfall ist.
Mit dem Gütesiegel Individuelle Förderung zeichnet das Schulministerium gute Beispiele einer individuellen Förderung aus der schulischen Praxis aus. Die ausgezeichneten Schulen können mit dem Gütesiegel ihre Anstrengungen im Bereich der individuellen Förderung dokumentieren.
Als weiterer Partner der Initiative Gütesiegel Individuelle Förderung präsentierte sich in Köln die Verlagsgruppe Wolters Cluver, der die ausgezeichneten Schulen mit Materialien zur Dokumentation individueller Lernentwicklung ausstattet.

 

2013 Errichtung eines Grundschulverbundes 

(gemäß Beschluss des Schulausschusses vom 19.03.13 und des Ratsbeschlusses vom 20.03.2013)

Die kath. Bekenntnisgrundschule "Biggetal-Grundschule Rothemühle" wird mit Ablauf des Schuljahres 2012/2013 (31.07.13) gem. § 81 Absatz 2 Schulgesetz NRW aufgelöst und ab dem Schuljahr 2013 / 2014 (01.08.2013) als Teilstandort mit der Westerberg-Grundschule Wenden (Stammschule Wenden, Teilstandort Ottfingen) in einem Grundschulverbund gem. § 83 Absatz 1 geführt. Die Kath. Grundschule Wenden wird Stammschule des Grundschulverbundes, die kath. Grundschule Ottfingen und die kath. Grundschule Rothemühle werden als Teilstandorte geführt. 

 

 

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